Startseite
	Dipl.-Ing. Eckhard M. Grübbel
	Architektur, Innenarchitektur, Design
Staatlich anerkannter Sachverständiger für Schall- und Wärmeschutz · Sicherheits- und Gesundheitskoordinator
Impressum
Datenschutz
Kontakt

Nützliche Links

ENTWURF

ENTWURF EINES WOHNHAUSES

Wer ein Haus baut, tut dies in der Regel nur einmal im Leben. Aus Erfahrungen zu lernen und beim nächsten Mal alles besser zu machen – das geht nur ganz selten. Deshalb muss alles bereits in der Vorplanungsphase sehr gut bedacht sein. Lassen Sie sich Zeit! Kurzschluss-Entscheidungen bei der Bauplanung werden oft bereut, wenn nach genauerer Überlegung die Nachteile auftauchen, die man in der ersten Begeisterung einfach beiseite gewischt hatte.

Als zukünftiger Bauherr eines Einfamilienhauses stellen Sie individuelle Ansprüche an die Wohnqualität. Sie sollen sich in den „eigenen vier Wänden“ wohl fühlen. Deshalb müssen die Wohnwünsche zwischen den im Haushalt zusammenlebenden Personen abgestimmt werden. Erst wenn die Gesamtvorstellung stimmt und Sie „ein gutes Gefühl“ bei dem Gesamtkonzept haben, sollten Sie die Ausführung in Angriff nehmen.

Wir wollen Ihnen hier erste Anregungen geben, um Sie auf funktionelle Anforderungen aufmerksam zu machen, die Sie dann bereits in einem sehr frühen Stadium Ihrer Planung mit berücksichtigen können.

Für die Realisierung stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung. Gerne beraten wir Sie in Bezug auf die bautechnische und ökonomische Realisierbarkeit Ihrer Vorstellungen.


Entwurfsansichten eines Wohnhauses

IST ANALYSE

Es empfiehlt sich, zunächst eine Ist-Analyse durchzuführen, die die Haushaltsgröße und die Wohnwünsche aller im Haushalt lebenden Personen berücksichtigt:

Skizze eines Wohnhauses
 
  • Wie wohnen wir jetzt?
  • Was stört uns und was gefällt uns?
  • Welche Veränderungen wollen wir vornehmen?
  • Was ist wirklich wichtig und notwendig und worauf können wir verzichten?
  • Wollen wir das freistehende Einfamilienhaus, können wir uns das leisten?
  • Welchen Möglichkeiten lässt der Bebauungsplan – auf einem evtl. schon vorhandenen Grundstück – zu (mehrere Häuser, Doppel- oder Reihenhaus, Mehrfamilienhaus)?
  • Könnte eine Bauherrengemeinschaft gebildet werden?
  • Wie wird / wie könnte sich unser Hauhalt oder gar unsere Lebensweise verändern?

PLANUNGSPHASEN

In der Vorplanung sollten also außer funktionellen und ästhetischen Kriterien auch die spezifischen Wohnbedürfnisse der zukünftigen Bewohner untersucht werden. Es gilt eine ausgewogene Balance zwischen den auf den Einzelnen bezogenen Bedürfnissen nach Selbstverwirklichung und Sicherheit/Geborgenheit einerseits und den auf das Miteinander bezogenen Bedürfnissen nach Selbstdarstellung sowie Kontakt und Kommunikation andererseits sicher zu stellen.

Diese Kriterien hängen eng zusammen – ob das eine oder andere davon stärker ausgeprägt ist, entscheidet der Charakter und Lebensstil jedes Haushaltsmitgliedes. Um im neuen Heim ein hohes Wohlbefinden zu erreichen, sollten Bauherren über Ihre Wohnbedürfnisse und Gewohnheiten mit dem Architekten möglichst offen reden.

Auch wenn wir als Architekten und Planer die eigentliche Arbeit für die Planung Ihres Hauses leisten, ist es doch hilfreich, wenn sich Bauherren nicht damit begnügen, nur anzugeben, wie groß die einzelnen Räume des Hauses sein sollen, sondern dass sie ihre Vorstellungen zur Raumanordnung formulieren und skizzieren, welche Qualitäten Sie eigentlich von welchem Raum erwarten. Welche Aktivitäten sollen stattfinden, welcher Wert wird auf einen evtl. vorhandenen Ausblick gelegt?

Sammeln Sie Ihre Anforderungen, sortieren sie und überprüfen Sie ab und zu ihre Wertigkeit. So wird uns schnell ein klares Bild von Ihren besonderen Vorstellungen vermittelt, es geht nichts verloren. Die funktionellen Zusammenhänge werden wir aus der Grundstückssituation ermitteln, das Anforderungsprofil an jeden einzelnen Raum sollten Sie selbst entwickeln. Je präziser die Anforderungen in der Vorplanung formuliert werden, desto leichter wird allen Beteiligten die eigentliche Planungsphase fallen.

Wohnhäuser haben eine statistische Lebenserwartung von mehreren Generationen – deshalb genügt es nicht, wenn sie ausschließlich den Anforderungen ihrer ersten Bewohner genau zum Zeitpunkt des ersten Bezuges gerecht werden. Selbst innerhalb eines einzelnen Nutzungszyklus ändern sich die Bedürfnisse der gleichen Bewohner, allein schon durch Veränderungen der Familienzusammensetzung, Auszug der Kinder, Einzug der Großeltern und die Folgen des eigenen Älterwerdens.

Darüber hinaus steht und fällt die Nachhaltigkeit des planerischen Konzeptes mit der Anpassbarkeit der Struktur an die Ansprüche künftiger Nutzer, deren Identität und Haushaltsform natürlich nicht bekannt sind. Daraus muss man folgern, dass leistungsfähige, möglichst flexible und neutrale, wenig personalisierte Typologien mehr denn je erforderlich sind. Andererseits liegt für viele Menschen z.B. der Reiz des Einfamilienhauses gerade darin, dass man es für die ganz eigenen Bedürfnisse und Wünsche entwickeln kann, sozusagen als Ausdruck des persönlichen Traumes von der wohnlichen Umgebung.


  Und wie schon gesagt: Lassen Sie sich Zeit!

Um einen baureifen Planungsentwurf zu erarbeiten, durchläuft jedes Bauvorhaben verschiedene Phasen, die sogenannten Leistungsphasen, die in der HOAI (Honorarordnung für Architekten und Ingenieure) ausführlich beschrieben sind.

Am Anfang jeder Planung stehen, wie bereits beschrieben die Grundlagenermittlung und der Vorentwurf.

Anhand Ihres Grundstücks ist bereits der Kontakt zum zuständigen Bauamt sinnvoll. Dort können wir als Architekten/Planer feststellen, ob die planungsrechtliche Bebaubarkeit gegeben ist.

Handelt es sich um baureifes Bauland, wenn ja, wie viele Geschosse sind erlaubt und welche Dachformen dürfen errichtet werden. Gilt auf Ihrem Grundstück gegebenenfalls ein Bebauungsplan? Wie groß darf das Haus überhaupt werden und welche Abstände müssen eingehalten werden (Baugrenzen).

Die Dachform spielt bei der Berechnung der Abstandsflächen eine sehr wichtige Rolle und diese haben auf die Breite und die Länge Ihres Hauses Auswirkungen.

In der Entwurfsplanung wird der Vorentwurf genauer, d.h. meistens im Maßstab 1:100, ausgearbeitet. Manchmal geht die Planung des Vorentwurfs und des Entwurfs fast ineinander über. Die Entwurfsplanung besteht aus Grundrissen der einzelnen Geschosse, dem Schnitt, sowie Ansichten. Ein Lageplan dient der Übersicht über das Grundstück, um darzustellen wie das Haus auf dem Grundstück liegt.

Grundriss eines Hauses

zurück nach oben