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WINTERLICHER WÄRMESCHUTZ |
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Je besser der
Wärmeschutz eines Gebäudes, desto geringer sind seine Energieverluste über
die Wände,
Fenster und Decken bzw. Dach. Maß für den Wärmeschutz des gesamten Gebäudes
ist die wärmetechnische
Qualität aller Bauteile der wärmeübertragenden Hüllfläche (Gebäudehülle).
Es werden vier Qualitätsstufen
des baulichen Wärmeschutzes unterschieden:
Die Energieeinsparverordnung ist eine öffentlich-rechtliche Vorschrift, und damit grundsätzlich bindend. Sie begrenzt den zulässigen Jahres-Primärenergiebedarf sowie den Transmissionswärmebedarf und stellt damit indirekt auch Anforderungen an die Wärmedämmung eines Gebäudes. |
Der Mindestwärmeschutz nach DIN 4108 Teil
2 verhindert Bauschäden durch Tauwasser und gewährleistet
hygienische Wohnverhältnisse, wenn zweckmäßig
geheizt und gelüftet wird. Diese Norm ist grundsätzlich
zu beachten.
Nach den Förderrichtlinien der KfW-Förderbank ist der Standard eines KfW-40/60-Hauses erreicht, wenn der Primärenergiebedarf nachweislich nicht mehr als 40/60 kWh pro m² Nutzfläche und Jahr beträgt. Den besten zur Zeit „serienmäßig“ gebauten Wärmeschutz weisen sogenannte Passivhäuser auf. Zahlreiche Erfahrungsberichte belegen den Erfolg dieses Konzeptes. Je besser der Wärmeschutz ist, umso höher kann der prozentuale Einfluss verbleibender Wärmebrücken auf den Wärmeverlust sein. Wärmebrücken sind wärmeschutztechnische Schwachstellen an Anschlüssen, z.B. Wand- und Deckeneinbindungen, Deckenauflagern, Fenster- und Türlaibungen und -stürzen sowie Rollladenkästen. Außer einem erhöhten Wärmeverlust können Wärmebrücken unter ungünstigen Umständen während der Gebäudenutzung zu Tauwasser- und Schimmelpilzbildung führen. |
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SOMMERLICHER WÄRMESCHUTZ |
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| Die Sicherstellung der Behaglichkeit in Räumen
im Sommer ist Aufgabe des sommerlichen Wärmeschutzes. Besonders
wichtig ist das Schlafen bei angenehmen Temperaturen zur Gewährleistung
der nächtlichen Erholung.
In der Vergangenheit war häufig nur die Notwendigkeit der Einhaltung des winterlichen Wärmeschutzes im Bewusstsein der Planer und Bauherren, der sommerliche Wärmeschutz dagegen wurde oft vernachlässigt. Für alle Räume bzw. Fassaden, die der Sonne zugewandte Orientierungen aufweisen, also Ost, Süd und West, sind ab einem gewissen Fensterflächenanteil Maßnahmen zum sommerlichen Wärmeschutz („Sonnenschutz“) sinnvoll bzw. erforderlich. Grundsätzlich gilt das Prinzip, in der warmen Jahreszeit Wärmeeintrag in das Gebäude zu vermeiden. Am wirksamsten sind außen liegende Sonnenschutzvorrichtungen wie Rollläden, Klappläden, Jalousien. Aber auch Vordächer sind ein wirksamer Sonnenschutz, insbesondere wenn sie so dimensioniert sind, dass die Fenster im Sommerhalbjahr bei hoch stehender Sonne verschattet sind, aber im Winter direktes Sonnenlicht erhalten, um die passiven Wärmegewinne nutzen zu können. |
Beispiel für Sonnenschutz vor allem an Fenstern mit Süd-West- Ausrichtung. Außenjalousieanlagen/Außenraffstore komfortabel mit E-Motor. |
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| Allerdings kann auch der Nutzer
durch ein geeignetes Verhalten zur Vermeidung von Überhitzungen
beitragen: Am besten ist es, die Strahlung gar nicht erst in die
betreffenden Räume hineinzulassen. Das bedeutet, Sonnenschutzvorrichtungen
sind zu betätigen, sobald die Fenster direkt besonnt werden,
und nicht erst, wenn es zu warm wird. Außerdem sollten in
der zweiten Nachthälfte, also dann, wenn die Außentemperaturen
das Tagesminimum erreichen, die Fenster geöffnet sein (u. U. „sperrangelweit“). „Durchzug“,
das Öffnen von Fenstern gegenüberliegender Fassadenseiten,
hat dabei die größte Wirkung, um auch die in den massiven
Bauteilen gespeicherte Wärme abzuführen. Am Tage sollten,
insbesondere wenn die Außentemperaturen höher als die
Raumtemperaturen sind, die Fenster geschlossen gehalten werden. Die Bauart eines Gebäudes hat unmittelbare Auswirkung auf die Fähigkeit von Bauteilen, Wärme zu speichern und abzugeben. Gebäude bzw. Bauteile schwerer Bauart (z.B. aus Stahlbeton) können viel, Gebäude leichter Bauart (z.B. Holzständerbauweise) wenig Wärme speichern. |
Die Speicherfähigkeit
ist auch bei Decken und Fußböden vorhanden und wird
aber durch abgehängte Decken oder aufgeständerte Fußböden
vermindert. Die Bauart allein sagt allerdings nichts über
die zu erwartenden klimatischen Verhältnisse und damit die
Behaglichkeit aus. Der Mensch fühlt sich behaglich, wenn
seine Hauttemperatur zwischen 33°C und 37°C liegt. Maßgebliche
und messbare Einflussfaktoren sind demnach die Höhe und räumliche
Verteilung der Raumklimaparameter: Raumluft- und Umschließungsflächen-Temperaturen,
der Luftbewegung in Körpernähe sowie der Raumluftfeuchtigkeit.
Zusammenfassend ist festzustellen, dass bei Beachtung einfacher Grundregeln, wie beispielsweise der Wahl einer sinnvollen Gebäudeausrichtung (geschickte Anordnung und Festlegung der Größe der Fenster), Verschattung (besser die Fenster außen anstatt innen verschatten) und Wahl der Bauart, in der Regel ein behagliches Raumklima erzeugt werden kann. Bei einer rechtzeitigen Berücksichtigung der Belange des sommerlichen Wärmeschutzes in einem frühen Planungsstadium können somit zusätzliche Kosten für den (nachträglichen) Einbau von Sonnenschutzvorrichtungen oder sogar Kühlanlagen vermieden werden. |
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